„CYBERATTACKEN“

Cyberattacken gegen österreichische Unternehmen steigen deutlich an

Drastisch zu begutachten ist der Anstieg der Cyberkriminalität der in Österreich betroffenen Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr. Laut einer kürzlich präsentierten Studie der Unternehmensberatung KPMG ist die Zahl von 49 auf 72 Prozent angestiegen, wobei dies in etwa einem Drittel der Dunkelziffer entsprechen dürfte.

Für die Studie wurden im April und Mai Cybersicherheitsexperten von 236 Unternehmen befragt. Das Fazit der Studie: „Es kann und wird jeden treffen“, so KPMG-Partner Andreas Tomek.

Das Hauptmotiv für die Cyberangriffe ist laut Tomek die Witterung von unmittelbarem finanziellem Erfolg. Deshalb gerät vorwiegend die Industriebranche ins Visier der Cyberkriminellen. 36 Prozent aller Betroffenen Unternehmen, unabhängig von Branche und Größenordnung, wissen nicht, welche Auswirkungen der Angriff hatte.

Ein neuer Trend der aus der Studie eindeutig hervorgeht sind zielgerichtete Attacken – sogenannte Advanced Persistent Threats (APTs) übersetzt „fortgeschrittene, andauernde Bedrohungen“.

Dabei handelt es sich um komplexe, zielgerichtete und effektive Angriffe auf kritische IT-Infrastrukturen und vertrauliche Daten von Unternehmen.

Ein weiterer relevanter Risikofaktor liegt bereits beim Überblick über die Internet of Things-Geräte in einem Unternehmen. Laut Angaben betrifft diese Sicherheitslücke bereits 40 Prozent, was einen wirksamen Schutz gegen Cyberattacken deutlich erschwert.

Bei einigen der Befragten (57 Prozent) sin d auch die Sicherheitsbedenken gegenüber der modernen Cloud-Technologien hinsichtlich einer Aufwandsminimierung sind groß.

Welche Priorität die Sicherheitsrisiken von Cyberangriffen mit sich bringen ist den Unternehmen bewusst und wird bereits bei 3 von 4 auf oberster Ebene diskutiert. Allerdings wird diese Thematik bei über der Hälfte als technische Angelegenheit eingestuft und auch die Gefahr von außen (86 Prozent) bereitet mehr Unbehagen, als die von innen (jeder Dritte).